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Willkommen

STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE begrüßen Sie auf ihrer Internetseite. Unsere Düsseldorfer Kanzlei liegt in der Berliner Allee 57 in 40212 Düsseldorf-Innenstadt. Unsere Kölner Niederlassung finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu uns auf. Lernen Sie die Arbeit unserer Kanzlei kennen. Wir konzentrieren uns auf

  • Arbeitsrecht
  • Bankrecht
  • Datenschutzrecht
  • Kapitalanlagerecht
  • Verbraucherschutz

Die Opfer der Falschberatung von Banken und Sparkassen im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Zertifikaten der Pleite-Investmentbank LEHMAN BROTHERS drohen zunehmend als Kollateralschaden der Finankrise ausgebucht zu werden. Während die Kreditwirtschaft, beispielsweise die COMMERZBANK mit ihrem beim Lehman-Zertifikateverkauf besonders aktiven Neuanhängsel DRESDNER BANK, mit Milliarden an Steuergeldern aufgepäppelt werden, schaut die Politik tatenlos zu, wie die DRESDNER BANK mit nichtssagenden Formbriefen die Anlageopfer abwimmelt. Freiwillige Entschädigungen sind bisher die absolute Ausnahme. In der ARD-Sendung Plusminus vom 28.04.2009 beschäftigte sich ein Beitrag mit der Entschädigung von LEHMAN-Opfern durch die FRANKFURTER SPARKASSE, in dem auch Rechtsanwalt Hartmut Strube zu Wort kam. Wir dokumentieren den Beitrag mit dem Titel: Unmoralisches Angebot - Die windigen Geschäfte mit Lehman-Opfern nachfolgend wörtlich.

Unmoralisches Angebot -Die windigen Geschäfte mit Lehman-Opfern

Das ist die Geschichte von einer Sparkasse, die zum Spielcasino wurde. Die Geschichte von zwei ganz normalen Sparern, die man zu Zockern machte und die ihre gesamten Spareinlagen verloren. Willkommen im Frankfurter Casino. Gespielt wurde das System Lehman – keine Sparkasse hat so viele Zertifikate verkauft, wie die Frankfurter Sparkasse: Ausgerechnet an bodenständige Kunden. Angepriesen als seriöse Sparkassenprodukte sind es tatsächlich hochriskante Wettscheine der Lehman-Bank.

Und es kam wie es kommen musste: Im September war Lehman pleite, das Geld war weg. Die Wenzlaffs verlieren alles, was sie in den letzten Jahren fürs Alter gespart haben: 15 000 Euro. Doch ein Mann macht ihnen Hoffnung. Kurz nach der Lehman-Pleite erklärt Deutschlands oberster Sparkassenchef Heinrich Haasis, der Präsident des Sparkassen und Giroverbandes, die öffentlich-rechtlichen Finanzinstitute werden sich verantwortungsvoll verhalten. Auch die Frankfurter Sparkasse versprach eine Prüfung. Ganz generös werde man außerdem soziale Härten abfedern. Das war vor einem halben Jahr. Es wurde geprüft und weitergespielt - im Frankfurter Casino.

Das Entschädigungsroulette

Jetzt, das Entschädigungs-Roulette: Der eine bekommt Geld, der andere nicht. Die Wenzlaffs hatten Pech: „Warum kann sich jemand anmaßen sich hinzustellen, als bräuchte ich mein Geld nicht. Wer entscheidet, ob ich bedürftig bin oder nicht?“ Nein, beim Entschädigungsroulette können nicht alle gewinnen, aber die Kugel rollt weiter.

Gewonnen hat Familie Kyritz. Sie bekommt zwei Drittel des Schadens ersetzt. Dabei geht es dem Bundesbeamten eigentlich ganz gut, erzählt Peter Kyritz: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht warum ausgerechnet ich entschädigt wurde.“

In Düsseldorf besucht Plusminus den Mann der für die Verbraucherzentralen aus ganz Deutschland Lehman-Geschädigte berät. Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale NRW hält die Entschädigungspolitik der Sparkassen für einen schlechten Witz: „So eine Entschädigung nach Gutsherrenart ist nicht akzeptabel."

Ein unseriöses Angebot

Die Frankfurter Sparkasse äußert sich nicht vor der Kamera, gibt gegenüber Plusminus aber erstmals Fehler zu: „In einer sehr kleinen Zahl von Fällen mussten wir feststellen, dass die Beratung unsere Qualitätsstandards nicht erfüllt hat.” Für die Geschädigten geht das Spiel weiter. Für jedes Lehman Zertifikat haben sie 100 Euro bezahlt. jetzt sollen sie es zurückgeben, für gerade mal zwei Euro - dieses Angebot hat die Frankfurter Sparkasse verschickt, mit ihrem Briefkopf. Heidi Wenzlaff versteht die Welt nicht mehr: „Das kann ja wohl nicht angehen zwei Euro für 100.“ Von den 15.000 Euro blieben ihnen dann gerade mal 300 Euro übrig. Aber das Angebot kommt nicht von der Sparkasse, sondern von der bis dato völlig unbekannten Andria AG mit Sitz im hessischen Rödermark.

Wir wollen mit Andria sprechen. Aber hier in Rödermark gibt es nicht einmal einen Briefkasten der Firma. Wir recherchieren weiter. Andria habe den Firmensitz nach Bremen verlegt, Stadtteil Neustadt, finden wir heraus. Doch wieder kein Klingelschild. Eine Firma die keiner kennt, die offenkundig nirgendwo sitzt. Und die Frankfurter Sparkasse sieht tatenlos zu. Welches Spiel wird hier mit den Kunden gespielt? Ein unseriöses Angebot. Doch auch die Sparkassen müssen endlich einsehen, dass sie vieles sind, aber kein Spielcasino.

Und gerade in Zeiten der Finanzkrise ist der Bedarf nach einer soliden, unkomplizierten, und anständigen Bank hoch.

Bericht: Diana Löbl

 
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