Düsseldorf
Berliner Allee 57
40212 Düsseldorf
Tel 0211-32384 84
Fax 0211-32384 85

Köln
Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16
50672 Köln
Tel 0221-914072 36
Fax 0221-914072 46

E-Mail
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

facebook

Fortbildungssymbol-farbig-JPG

Willkommen

STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE begrüßen Sie auf ihrer Internetseite. Unsere Düsseldorfer Kanzlei liegt in der Berliner Allee 57 in 40212 Düsseldorf-Innenstadt. Unsere Kölner Niederlassung finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu uns auf. Lernen Sie die Arbeit unserer Kanzlei kennen. Wir konzentrieren uns auf

  • Arbeitsrecht
  • Bankrecht
  • Datenschutzrecht
  • Kapitalanlagerecht
  • Verbraucherschutz

 

Die Beliebtheit der britischen Versicherungsprodukte von CLERICAL MEDICAL gerade für die Altersvorsorge Selbstständiger beruhte auf den guten Renditeversprechen, die vom Vertrieb günstiger als für vergleichbare deutsche Produkte dargestellt wurden. Inzwischen macht sich Unruhe unter vielen Anlegern von CLERICAL MEDICAL breit.

Anders als die deutschen Versicherer unterliegen die britischen Versicherer keinen Beschränkungen bei der Investition in Aktien. Diese strukturelle Besonderheit erlaubte den britischen Versicherern bis zu 70 % ihres Kapitals in Dividendenpapiere zu investieren. Zum Vergleich: Der Kapitalstock deutscher Versicherungen darf nur zu 35 % in Aktien angelegt werden. Diese liberale Anlagestrategie wirkte sich vor allem in den Zeiten vor der Finanzkrise positiv auf die Rendite vieler britischer Versicherer aus. Inzwischen sind die Auswirkungen verheerend. Genau diese Aktienmarktorientierung der britischen Versicherungen hat im Jahr 2008 zu Verlusten im Anlagebestand und damit zur Notwendigkeit von Einschnitten zu Lasten der Versicherungsnehmer geführt. Hinzu kommt, dass bei britischen Versicherungen keine garantierte Mindestverzinsung existiert. Es wird lediglich ein unverfallbarer Bonus (sog. deklarierter Wertzuwachs) jährlich zugeschrieben.

Beim Vertrieb der Produkte von CLERICAL MEDICAL wurde die Vergangenheitsrendite dabei übertrieben positiv dargestellt. Bei den Abschlussgesprächen präsentierten Vermittler oftmals eine Rendite von durchschnittlich mehr als 10 %.  Nicht selten haben Vermittler ihren Kunden „unverbindliche Beispielsrechnungen“ mit  hohen Renditen beim Vertragsabschluss vorgelegt, welche auf nach Meinung von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE fehlerhafter Grundlage unrealistisch hohe Renditen, Ablaufleistungen, Kapitalabfindungen oder Rentenzahlungen ausgewiesen haben.

 

So wurde einer von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE vertretenen Anlegerin die Rendite der Vergangenheit von 13,7 % präsentiert. Auch die Wachstumsrate in den Musterberechnungen betrug üppige 8,5 %. Tatsächlich fiel der deklarierte Wertzuwachs jedoch nicht größer als 3 % aus und betrug im Juni 2009 sogar 0,50 %. In seinen Musterberechnungen hat der Vermittler das Produkt unzulässigerweise als übertrieben renditestark angepriesen.

 

Es bestehen deutlich  Anhaltspunkte dafür, dass Anlageberater, Anlagervermittler und Versicherungsmakler, die Produkte von CLERICAL MEDICAL vertrieben haben, ihre vorvertraglichen Aufklärungspflichten verletzt haben könnten, indem sie die eigene Prüfung der bisherigen Renditen von CLERICAL MEDICAL unterließen. Bei einer solchen Prüfung hätten die Vermittler die bisherigen niedrigeren Renditen erkennen können und die irreführenden Zahlen in den Informationsblättern richtig stellen müssen. Zu diesem Ergebnis kommt auch das LG Stuttgart in seinem Urteil vom 3. Juni 2009, 9 O 456/08 (die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig). Die Vermittler haben auch bei Lebensversicherungen als Kapitalanlage die Grundsätze des sog. Bond-Urteils des BGH (Az. XI ZR 12/93) zur anleger- und objektgerechten Beratungspflicht zu beachten.

 

Dies bestätigt der BGH in seiner Entscheidung (Urteil vom 14.06.2007 - Az. III ZR 269/06), indem er darauf hinweist, dass der Versicherungsmakler von sich aus das Risiko untersuchen und das Objekt prüfen muss. Der BGH stellt ausdrücklich fest, dass aufgrund dieser umfassenden Pflichten der Versicherungsmakler für den Bereich des Versicherungsverhältnisses des von ihm betreuten Versicherungsnehmers als dessen treuhänderischer Sachwalter bezeichnet und insoweit mit sonstigen Beratern verglichen werden kann (Urteil vom 14.06.2007 - Az. III ZR 269/06, Rn. 10). Ein Schadenersatzanspruch gegen die Vertreiber von CLERICAL MEDICAL gerichtet auf Rückabwicklung des Vertrages könnte sich je nach Fallgestaltung aus der Verletzung der vorvertraglichen Aufklärungspflichten durch jeweiligen Versicherungsvermittler ergeben. Das Verschulden jeden für CLERICAL MEDICAL tätigen Vermittlers wird CLERICAL MEDICAL zugerechnet. Dies bestätigen auch zwei Gerichtsentscheidungen, die in Verfahren vor dem Landgericht Bamberg ergangen sind. Den dortigen Verfahren lagen Schadenersatzforderungen wegen Verletzung von Aufklärungspflichten bei Abschluss der von den Klägern fremdfinanzierten Policen (Hebelverträge) zugrunde, die im freien Vertriebsweg über Versicherungsmakler vertrieben wurden. So stützte LG Bamberg seine Urteile vom 28. Januar 2009 (Az.: 2 O 82/08 und 2 O 88/08) auf die Zurechnung schuldhaften Vermittlerverhaltens. Die Berufung von CLERICAL MEDICAL wurde durch Beschluss des OLG Bamberg (Az. 3 U 81/09) zurückgewiesen.

 

Nach Einschätzung der STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE bestehen Anhaltspunkte für erhebliche Pflichtverletzungen der Vermittler gegenüber dem Kunden. Trotz des erheblichen Zeitablaufs sind die Schadensersatzansprüche des Anlegers noch nicht verjährt, da die Anleger selbst eigene Kenntnis von den unzureichenden Vergangenheitsrenditen der Clerical-Medical-Fonds nicht hatten.

 

Betroffenen Anlegern stehen STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE für Rückfragen sowie für die Erstberatung und Vertretung zur Verfügung. Sofern eine eintrittspflichtige Rechtsschutzversicherung besteht, übernimmt diese die Kosten der Vertretung durch unsere Kanzlei.

 

 

 

 

 

 

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn