Medienfonds: IDEENKAPITAL-Kunden drohen Millionenlasten
Nach einem Bericht der Financial Time Deutschland wollen Finanzämter von Medienfonds-Anlegern der Fonds Mediastream 1, 2 und 3 rund 150 Millionen an Steuervorteilen zurückfordern. Initiatorin der Fonds ist die Firma IDEENKAPITAL, ein Tochterunternehmen des Versicherungskonzerns ERGO. Mit den hoch ausgewiesenen Anfangsverlusten wollten die Anleger ihre steuerlichen Belastungen reduzieren. Die Finanzbehörden zweifeln die steuerliche Gestaltung, wie bei anderen Medienfonds auch schon geschehen, in der von IDEENKAPITAL prospektierten Form an.
Die STADTSPARKASSE KÖLNBONN hat laut FTD zu 70 % eine Schuldübernahme für die Zahlungsverpflichtungen der Fonds übernommen. Dieser finanzielle Schutzschirm widerspricht nach Meinung der Finanzbehörden einer unternehmerischen Stellung der Anleger. Er hätte mit den Anfangsverlusten verrechnet werden müssen. Angesichts drohender Steuerrückforderungen und Strafzinsen gibt eine weitere Beteiligung an den Fonds kaum noch Sinn. IDEENKAPITAL rät den Anlegern, ein Vorgehen gegen die Finanzbehörde zu unterstützen.
STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE rät den Anlegern dagegen, gegen die Prospektverantwortlichen und Vermittler wegen ungenügender Beratung und Prospektfehlern vorzugehen und sich die Einlagen zurückzuholen. Das Oberlandesgericht Koblenz hat einem Mediastream IV-Anleger bereits gegen eine die Beteiligungen vertreibenden Sparkasse Recht gegeben. IDEENKAPITAL reagiert auf Kritik mit gewisser Panik. Eine sachliche Information an Anleger der Mediastream-Fonds durch STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE führte zu einer Anzeige bei der Rechtsanwaltskammer wegen angeblich unzulässiger Werbung Wir werden uns jedoch nicht mundtot machen lassen und die Anleger weiterhin sachlich über ihre Möglichkeiten, sich von der Fondsbeteiligung zu lösen, informieren. Wer Anleger mit Steuervorteilen in Medienbeteiligungen lockt, muss schon die Verantwortung dafür übernehmen, wenn sein Konzept nicht aufgeht und zur Schädigung der Kapitalanleger führt. Und erst Recht muss er Kritik aushalten.
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