Düsseldorf
Berliner Allee 57
40212 Düsseldorf
Tel 0211-32384 84
Fax 0211-32384 85

Köln
Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16
50672 Köln
Tel 0221-914072 36
Fax 0221-914072 46

E-Mail
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Netzwerke

twitterxingfacebook

Fortbildungssymbol-farbig-JPG

Willkommen

STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE – Fachkanzlei für Bankkunden und Kapitalanleger begrüßen Sie auf ihrer Internetseite. Unsere Düsseldorfer Kanzlei liegt in der Berliner Allee 57 in 40212 Düsseldorf-Innenstadt. Unsere Kölner Niederlassung finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu uns auf. Lernen Sie die Arbeit unserer auf die Betreuung von Kapitalanlegern spezialisierten Kanzlei kennen. Wir konzentrieren uns auf Bankrecht, Kapitalanleger, Verbraucherschutz. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt beim Arbeitsrecht.

Erstmals hat sich die TARGOBANK vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf zu Lehman Brothers – Zertifikaten nach Kenntnis von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE komplett verzockt. Sie ließ es nach einer Beweisaufnahme vor dem 6. Zivilsenat zu den Umständen der Beratung einer von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE vertretenen Anlegerin auf ein Urteil ankommen. Was in der Vergangenheit oft genug zugunsten der TARGOBANK ausging, endete erstmals mit einer Pleite. Das Gericht verurteilte die Bank zu über 30.000 Euro Schadensersatz.

Damit ging für die Lehman Brothers – Geschädigte ein fast fünfjähriger Kampf um ihr Recht erfolgreich zu Ende. Im Jahr 2009 sah es für sie noch gut aus. Das Landgericht Düsseldorf verurteilte die Bank zum Schadensersatz. Grund war für das Gericht eine in sich unstimmige, schriftlich dokumentierte Finanzplanung. Diese damaligen und lebensnahen Ansätze des Landgerichts in Düsseldorf wurden in der Folgezeit vom Oberlandesgericht vollständig ins Gegenteil verkehrt. Es gingen dort reihenweise Verfahren verloren, weil das Oberlandesgericht Düsseldorf die für den Betrachter vielfach unstimmige Finanzplanung der Targobank für schlüssig erklärte. Gerade das Oberlandesgericht Düsseldorf stellte sich in der Folgezeit wie eine Schutzmauer vor die TARGOBANK und ihre vielfach auch in den Medien umstrittene Anlageberatung. So auch im Fall der geschädigten Anlegerin. Ihr Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ging verloren. 

Vor dem Bundesgerichtshof wendete sich für die Anlegerin, die 2007 in Lehman Brothers – Zertifikate investiert hatte, dann 2013 das Blatt. Die Anlegerin hatte reklamiert, in zwei Folgeberatungen habe ihr die Targobank im November 2007 und Juni 2008 auf ihre besorgten Nachfragen hin erklärt, die Lehman Brothers – Zertifikate seien als Sondervermögen außerhalb der Konkursmasse insolvenzsicher. Träfe diese Behauptung zu, so der Bundesgerichtshof, läge eine falsche Anlageberatung vor und die TARGOBANK müsse Schadensersatz zahlen (BGH XI ZR 51/11, Urteil v. 15.10.2013). Der BGH hob das Urteil des OLG Düsseldorf auf. Der Fall wurde an das Oberlandesgericht zurückverwiesen.

Dort saßen sich die Parteien im März 2014 zur Beweisaufnahme gegenüber. Wer das Aussageverhalten der TARGOBANK – Berater kennt, den konnte die gute Laune der TARGOBANK – Vertreter und ihre arrogante Ablehnung eines vom Gericht angeregten Vergleichs nicht überraschen. Oft zeigen Beraterinnen und Berater von Banken und Sparkassen als Zeugen ernste Anzeichen der Amnesie (Gedächtnisstörung). Sie können sich konkret an wenig oder gar nichts zum Inhalt der Beratungsgespräche erinnern. Außer: Da sie immer richtig beraten und selbstverständlich immer auf alle Risiken der Kapitalanlage hingewiesen haben, natürlich auch immer auf das Risiko des Totalverlustes, werde dies im konkreten Fall – an den sie sich nicht erinnern können – wohl auch nicht anders gewesen sein. Anleger, nicht nur vor Düsseldorfer Gerichten, mussten in der Vergangenheit die Erfahrung machen, dass Richter solche Berateraussagen unkritisch abnicken, die bei Anlegeranwälten unter dem berüchtigten Begriff „immer-so-Beweis“ bekannt sind. Gegenteilige Aussagen von Anlegern oder Familienangehörigen zu dem Beratungsgespräch, die oft viel genauer ausfallen, werden dagegen von Richtern gerne vom Tisch gewischt mit dem Argument: Wenn Aussage gegen Aussage steht, gehe dies zu Lasten des Anlegers. Denn der habe die Beweislast.

So drohte auch die Beweisaufnahme beim Oberlandesgericht zu einer neuen „Sternstunde“ des „immer-so-Beweises“ zu werden. Die geschädigte Anlegerin vermochte, sehr detailliert, ihre Anlagemotive und Sorgen anlässlich von Kursverlusten zu schildern, die sie zu späteren Nachfragen bei der TARGOBANK veranlasst haben. Die TARGOBANK-Mitarbeiterin als Zeugin hatte - Überraschung! - keine „konkrete Erinnerung“ an die streitigen Beratungsgespräche mit der Mandantin von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE mehr. Es sei bei ihr „üblich“, bei Nachgesprächen den Produktflyer abermals auszudrucken, um dem Kunden noch einmal anhand dessen genau zu erläutern, was genau er für ein Papier gekauft habe.  

Da nach diesem Ablauf die TARGOBANK in der Vergangenheit beim Oberlandesgericht Düsseldorf und auch anderswo „immer-so“ gewonnen hatte, muss dort die Überraschung groß gewesen sein. Das OLG Düsseldorf glaubte im Ergebnis nach einer lebensnahen Beweiswürdigung der Aussage der Geschädigten mehr als der Aussage der Beraterin und verdonnerte die TARGOBANK zu einer Schadensersatzzahlung (OLG Düsseldorf 6 U 191/09, Urteil v. 10.04.2014).

Die scheinbar makellose Prozessbilanz der TARGOBANK nach der Lehman Brothers – Pleite hat so ausgerechnet beim Oberlandesgericht Düsseldorf einen kleinen, aber hässlichen Fleck bekommen.

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn