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STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE – Fachkanzlei für Bankkunden und Kapitalanleger begrüßen Sie auf ihrer Internetseite. Unsere Düsseldorfer Kanzlei liegt in der Berliner Allee 57 in 40212 Düsseldorf-Innenstadt. Unsere Kölner Niederlassung finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu uns auf. Lernen Sie die Arbeit unserer auf die Betreuung von Kapitalanlegern spezialisierten Kanzlei kennen. Wir konzentrieren uns auf Bankrecht, Kapitalanleger, Verbraucherschutz. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt beim Arbeitsrecht.

Erfrischenden Klartext sprach ein früherer Vermittler der MLP FINANZDIENSTLEISTUNGEN AG vor dem Landgericht Bielefeld. In einem von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE gegen MLP geführten Verfahren zu einer fondsgebundenen Lebensversicherung der HEIDELBERGER LEBENSVERSICHERUNG AG erklärte er als Zeuge ohne Umschweife: "Aus heutiger Sicht und in Kenntnis der Kostenstruktur konnte das Produkt bei durchschnittlicher Marktentwicklung die damals als realistisch angenommenen Renditen nicht erwirtschaften." Dies ist Schlechtnote "6" für das von der MLP FINANZDIESTLEISTUNGEN AG zur Altersvorsorge angebotene Produkt. Das Landgericht Bielefeld verurteilte daraufhin die MLP FINANZDIENSTLEISTUNGEN AG zu Schadensersatz. Der Wermutstropfen für MLP-Kunden: Inzwischen sind möglichen Schadensersatzansprüche bei alten, vor 2002 abgeschlossenen Policen verjährt. 

Bei der fondsgebundenen Police, die zunächst von der MLP LEBENSVERSICHERUNG AG und später in deren Rechtsnachfolge von der HEIDELBERGER LEBEN betrieben wird, handelt es sich um ein Produkt, das vom Kapitalmarkt abhängig ist. Im Gegensatz zu einer kapitalgebundenen Lebensversicherung, bei der es einen staatlichen Garantiezins gibt, muss bei der Fondspolice die Geldanlage in Investmentfonds den Überschuss erwirtschaften.

Dies setzt zum einen über lange Jahre - die Police im streitigen Fall sollte 36 Jahre laufen - stabile Kursgewinne voraus Zum anderen dürfen Kursgewinne nicht durch überhöhte Kosten zunichte gemacht werden. Immerhin ging die MLP FINANZDIENSTLEISTUNGEN AG in Modellrechnungen von bis zu 9 % Wertentwicklung aus.

Irritierend nur: In STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE vorliegenden, internen Rechenbeispielen tauchen Abschluss- und Verwaltungskosten von bis zu 34,7 % von der Beitragszahlung auf. Selbst im 10. Zahlungsjahr machen die Abschluss- und Verwaltungskosten danach noch 28,8 % der Einzahlungsrate aus. Wie es bei dieser hohen Kostenbelastung plausibel sein soll, dass die Fondspolice bis 9 % Wertzuwachs erzielen soll, zogen STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE gegenüber der MLP FINANZDIESTLEISTUNGEN AG in Zweifel und forderten Schadensersatz u.a. wegen Verschweigens der belastenden Kostenstruktur der Fondspolice. 

Der vom Landgericht Bielefeld dazu vernommene, frühere MLP-Mitarbeiter bestätigt die schlimmsten Befürchtungen. Er erklärte, dass weder der Kunde noch der Berater ersehen konnten, an welchen Stellen welche Kosten auftreten. Der Berater konnte auch nicht auf die interne Kalkulation des Versicherers zugreifen. Der Berater wörtlich: "Ob man das Produkt auch noch verkauft hätte, wenn die Kostenstruktur offen einsehbar gewesen wäre, halte ich für fraglich." Und weiter: "In der Modellberechnung wurde nicht klar dargelegt, dass natürlich auch der Fonds Kosten hat. Dem Kunden konnte also nicht klar sein, was tatsächlich alles passieren muss, damit die angegebenen und errechneten und dargestellten Beträge tatsächlich herauskommen." Sein Fazit: "Aus heutiger Sicht erscheinen die dargestellten Renditen nicht wahrscheinlich." Die Kostenstruktur hätte deren Realisierung verhindert, nicht die Kursentwicklung der Investmentfonds, die den Ertrag erwitschaften sollten.

Die MLP FINANZDIENSTLEISTUNGEN AG hat, dies bestätigt die Aussage des Beraters und auch die lange Laufzeit der Fondspolice, dieses Produkt als Altersvorsorge verkauft. Wenn es letztlich so ist, dass die Kostenstruktur einer sinnsollen Wertentwicklung entgegensteht, wie die Zeugenaussage bestätigt, ist dies ein Fakt, der als "Muss" in die Anlageberatung gehört.

Das Landgericht Bielefeld hat sich der Meinung von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE mit Urteil vm 10.05.2013 angeschlossen, wonach die MLP FINANZDIENTSLEISTUNGEN AG wegen falscher Beratung Schadensersatz leisten muss. Sie hätte den Anleger über die Kostenstruktur der Police aufklären müssen. Stattdessen habe sie ihm eine Rendite als realistisch dargestellt, die aufgrund der Kostenstruktur gar nicht erwirtschaftet werden konnte.

STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE gehen davon aus, dass in Kenntnis der hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, aber auch der weiteren Fondskosten, kein Geldanleger sich auf diese lange Reise ins finanzielle Umgewisse eingelassen hätte. Da eine gute Altersvorsorge existenziell ist, sollte kein Anleger die Verluste seiner Fondspolice bei der HEIDELBERGER LEBEN einfach schlucken, sondern sich fachanwaltlich beraten lassen, ob Schadensersatzansprüche bestehen.

HINWEIS zur Verjährung: Viele von der MLP vermittelte Policen wurden vor 2002 abgeschlossen. Wem vor dem 1.1.2002 von MLP geraten wurde, Altersvorsorge mit fondsgebundenen Policen zu betreiben, kann heute wegen möglichen Beratungsfehlern bei Vertragsabschluss nichts mehr unternehmen. Denn Ansprüche aus diesen Altfällen sind spätestens am 31.12.2011 verjährt. 

Wer solche oder ähnliche Vorsorgepolicen 2004 und später abgeschlossen hat, sollte diese rechtlich prüfen lassen. 

Bei STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE ist Ansprechpartner dafür Rechtsanwalt Hartmut Strube.

 

 

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