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Willkommen

STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE – Fachkanzlei für Bankkunden und Kapitalanleger begrüßen Sie auf ihrer Internetseite. Unsere Düsseldorfer Kanzlei liegt in der Berliner Allee 57 in 40212 Düsseldorf-Innenstadt. Unsere Kölner Niederlassung finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu uns auf. Lernen Sie die Arbeit unserer auf die Betreuung von Kapitalanlegern spezialisierten Kanzlei kennen. Wir konzentrieren uns auf Bankrecht, Kapitalanleger, Verbraucherschutz. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt beim Arbeitsrecht.

Genug ist genug. Dass solche fehlkonstruierten Produkte wie der gescheiterte Schiffsfonds MS "Santa-B Schiffe" in Deutschland überhaupt verkauft werden darf, belegt einmal mehr den politisch gewollten Tiefschlaf der Finanzaufsicht. Aber kein betroffener Anleger muss es sich gefallen lassen, wenn die TARGOBANK dieses Produkt in ihr Anlageprogramm aufnimmt und gutgläubigen Kunden andient. Offenbar hat der Honigtopf der Vertriebsprovision die Sinne der Düsseldorfer Banker nachhaltig vernebelt. Allein 28 % Vertriebskosten standen seitens der Fondsgesellschaft für die Einwerbung des Eigenkapitals als Belohnung für die Vermittlung zur Verfügung. Ob bei der Empfehlung des Schiffsfonds MS "Santa-B Schiffe" durch die TARGOBANK alles mit rechten Dingen zugegangen ist, werden STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE vom Landgericht Düsseldorf klären lassen.

Der Prospekt der streitigen Kapitalanlage sieht im Investitions- und Finanzierungsplan „Kapitalbeschaffungskosten“ von 39.450.000,00 Euro vor. Hinzu kommt das Agio von 9.865.500,00 Euro, sodass sich die ausgewiesenen Vertriebskosten für die Einwerbung von Eigenkapital auf 49.315.500,00 Euro summieren. Bezogen auf das Eigenkapital von 177.005.000 EUR (S. 79 Prospekt) wendet der Fonds danach 28 % Vertriebskosten auf.

Hier ein kleiner Auszug aus der Mängelliste von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE, mit der sich das Landgericht Düsseldorf beschäftigen wird:

-       28 % Vertriebsprovision, bezogen auf das Eigenkapital. Die ungewöhnliche Höhe der Vertriebsprovision weckt Zweifel an der Plausibilität des Anlagekonzepts, das Ausschüttungen von 8 % p.a. aufwärts vorsieht.

-       64,92 % Anteil Fremdfinanzierung  in US-Dollar und japanischen Yen-Krediten. Unter Einbeziehung der Kosten der Vertriebsprovision hätte die TARGOBANK darlegen müssen, wie bei einer solch hohen und wechselkursgefährdeten Fremdfinanzierungsrate und den dadurch verursachten Zinsen von bis zu 7,5 % p.a. (S. 16 Prospekt) auf Dauer ein Ertrag von 8 % p.a. ansteigend und nachhaltig erzielbar sein soll.

-       Nur fünf Jahre „Anfangsbeschäftigung“. Die TARGOBANK hätte darauf hinweisen müssen, dass angesichts von 17 Jahren Laufzeit nur eine feste Anfangsvermietung – und damit relativ sichere Einnahmen – für fünf Jahre gewährleistet waren (S. 6 Prospekt). Es bestand demnach ein erhebliches Anschlusscharterrisiko. Zudem bestand eine anfänglich gesicherte Anfangsvercharterung nur für einen Teil der Schiffe (8 von 14) des Fondsportfolios, sodass insgesamt ein nicht unerhebliches Vercharterrisiko bestand.

-       Irreführung zur Nachschusspflicht. Im Prospekt ausgeführt wird, dass keine Nachschusspflicht besteht (S. 10, 21 f.). Diese Begrenzung der Nachschusspflicht nach deutschem Recht ist für international fahrende Schiffe, die internationalen Rechtsordnungen unterliegen, nicht bindend. Es besteht demnach das über das Totalverlust hinausgehende Risiko, dass bei einem Rechtsstreit unter internationalem Recht das dort tätige Gericht die deutsche Begrenzung der Kommanditistenhaftung nicht anerkennt und bei Ansprüchen z. B. auf Schadensersatz zu einer Durchgriffshaftung in das persönliche Vermögen der Kommanditisten kommt. Dieser Fall kann bei jedem Unfall eines Schiffes in internationalen Gewässern eintreten. Es handelt sich um ein Fundamentalrisiko geschlossener Schiffsbeteiligungen, über das aufgeklärt werden muss. Insoweit weist der Prospekt einen Fehler auf. Zahlreiche andere Fondsprospekte für Schiffe weisen explizit auf dieses Fundamentalrisiko hin.

-       Falsche Zielgruppe. Der Fonds wendet sich an Anleger, „die mit den Risiken einer Anlage in Schiffe vertraut sind“ (S. 11 Prospekt). Die Mandanten von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE gehören objektiv nicht zu dieser Zielgruppe.

-       Fondsdarlehenrisiko. Dieses besteht zweifach. Die Darlehen wurden bei der HSH Nordbank und der Commerzbank aufgenommen (S. 23 Prospekt). Sie haben eine nur begrenzte Laufzeit und sind nur für fünf Jahre abgesichert (S. 24 Prospekt). Es besteht ein Anschlussfinanzierungsrisiko. Da beide Banken sich aus Schiffsfinanzierungen zurückgezogen haben, führte dieses Risiko konkret zur Zwangsliquidierung des Fonds. Die Tilgung der Darlehenstranche in Yen wird durch US-Dollareinnahmen vorgenommen. Der Fonds hat einen Festkurs von 110 Yen zu US-Dollar vorgenommen (S. 23 Prospekt). Diese Kalkulation ist irreal, da für einen Zeitraum von 17,2 Jahren das Kursrisiko unkalkulierbar ist. Es handelt sich auch bei dem Festkurskalkulationsrisiko um ein Fundamentalrisiko, dass nur durch hohe Liquiditätsreserven abgepuffert werden kann. Diese gibt es jedoch nicht.

STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE vertreten diverse MS „Santa-B Schiffe“ – Anleger und empfehlen, sich über die Anlegerrechte an unseren Standorten in Köln, Düsseldorf und Frankfurt am Main persönlich beraten zu lassen. Wir beraten und vertreten Anleger bundesweit. 

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