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STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE – Fachkanzlei für Bankkunden und Kapitalanleger begrüßen Sie auf ihrer Internetseite. Unsere Düsseldorfer Kanzlei liegt in der Berliner Allee 57 in 40212 Düsseldorf-Innenstadt. Unsere Kölner Niederlassung finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu uns auf. Lernen Sie die Arbeit unserer auf die Betreuung von Kapitalanlegern spezialisierten Kanzlei kennen. Wir konzentrieren uns auf Bankrecht, Kapitalanleger, Verbraucherschutz. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt beim Arbeitsrecht.

Es ist zwar nur ein schwacher Trost für die vielen Lehman-Anleger, die im Gerichtsbezirk Düsseldorf am Sitz der TARGOBANK mit ihren Klagen gescheitert sind oder sich auf Rat des dortigen Landgerichts niedrig verglichen haben: Bereits in der Nachbarstadt Köln können die Uhren im Fall Lehman-Brothers durchaus einmal anders ticken. Und zwar gegen die TARGOBANK. In einem von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE geführten Prozess zu Lehman-Zertifikaten, der vor dem Landgericht Köln gewonnen wurde (AZ: 15 O 379/10), nahm die TARGOBANK die Berufung im Gerichtssaal zurück. Denn das Oberlandesgericht Köln zeigte sich unbeeindruckt vom beschwörenden Vortrag der TARGOBANK-Anwälte.

Dieses geschickte Nachgeben im letzten Moment führt im Ergebnis dazu, dass wieder kein für Anleger positives Urteil eines Oberlandesgerichts gegen die TARGOBANK in Lehman-Fällen ergeht.

Im entschiedenen Fall hatte der Berater der TARGOBANK als Zeuge bestätigt, in der Beratung zu Lehman-Zertifikaten durchaus nicht immer auf das Emittentenrisiko - also den möglichen Ausfall des gesamten Kapitals - hingewiesen zu haben. Die Zeugin des Anlegers konnte sich an einen solchen Hinweis auch nicht erinnern. Das Landgericht kam nach Würdigung der Zeugenaussagen zu dem Ergebnis, deshalb liege eine Falschberatung durch die Bank vor und gab der Anlegerklage statt. Der 13. Senat des Oberlandesgerichts machte in der Berufungsverhandlung deutlich, dass er dieses Ergebnis für zutreffend hält. Er kündigte an, die Berufung abzuweisen. Es wäre das erste Urteil eines Oberlandesgerichts gegen die TARGOBANK zum Komplex Lehman Brothers geworden. Nach dieser Ankündigung versuchte die Bank zunächst, den Anleger mit einem 80%-Vergleich zu locken, kapitulierte jedoch schließlich ganz. Nach Rücknahme der Berufung durch die TARGOBANK wurde das Urteil des Landgerichts rechtskräftig.

Diese Art der Prozessführung einer Bank oder Sparkasse ist weder neu noch ungewöhnlich. Sie verwundert jedoch Anleger immer wieder, die zum ersten Mal vor Gericht gehen. Merken die Bankanwälte in der mündlichen Verhandlung, dass ein Gericht kritisch auf das Bankverhalten bei der Anlageberatung reagiert, wird vom Bankanwalt meist sofort die "weiße Fahne" geschwenkt und mit einem Vergleich gelockt. Das Gericht wird dies wohlwollend unterstützen, weil ein Vergleich dem Gericht Arbeit spart. Da vielen Anlegern in dieser Situation der Spatz in der Hand lieber ist als die Taube auf dem Dach, enden so nicht wenige Verfahren mit Vergleichen und einer Geheimhaltungsklausel zu dessen Inhalt, statt mit einem positiven Urteil für Kapitalanleger. Deshalb ist es in laufenden Prozessen immer so, dass Banken erheblich mehr günstige Entscheidungen für ihre Position als der Anlegeranwalt vorlegen können. Denn merken die Bankanwälte, dass ein Gericht zu ihren Argumenten tendiert, lässt die Bank es durchweg zum Urteil kommen und legt dieses bundesweit in allen Verfahren zur Unterstützung ihrer Position vor.

Dieses Verhalten setzt sich in Berufungsverfahren fort. Verliert eine Bank ein Verfahren vor dem Landgericht, wird sie in der Regel eine obergerichtliche Entscheidung verhindern, wenn der Bankanwalt merkt, das Oberlandesgericht steht auf Seiten des Anlegers. Macht der Bankanwalt den Fehler und lässt es dennoch auf ein Urteil ankommen, kann dieses Spiel bis zum Bundesgerichtshof fortgesetzt werden. In einem von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE gewonnenen Lehman-Verfahren vor dem Oberlandesgericht Frankfurt legte die betroffenbe Bank zunächst Revision beim BGH ein, zog diese dann jedoch später zurück. So kann sie weiter behaupten, bei dem positiven OLG-Urteil handele es sich doch nur um eine Einzelfallentscheidung.

Anleger, die Prozesse anstrengen, sollten sich deshalb nicht davon irritieren lassen, wenn in der Klagerwiderungen die Bank zahlreiche Urteile vorlegt, die der Position des Anlegers widersprechen und den Verlust des Anlegerprozesses befürchten lassen. Denn die Bank wird all die Verfahren verschweigen, die gegen sie ausgegangen sind oder stillschweigend durch Vergleich erledigt wurden. Gute Richter kennen das Spiel der Banken und lassen sich durch überreichte Urteilsstapel kaum einmal beeindrucken.

 

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