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STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE – Fachkanzlei für Bankkunden und Kapitalanleger begrüßen Sie auf ihrer Internetseite. Unsere Düsseldorfer Kanzlei liegt in der Berliner Allee 57 in 40212 Düsseldorf-Innenstadt. Unsere Kölner Niederlassung finden Sie am Kaiser-Wilhelm-Ring 14-16 in 50672 Köln-Innenstadt. Nehmen Sie mit einer Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt zu uns auf. Lernen Sie die Arbeit unserer auf die Betreuung von Kapitalanlegern spezialisierten Kanzlei kennen. Wir konzentrieren uns auf Bankrecht, Kapitalanleger, Verbraucherschutz. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt beim Arbeitsrecht.

Sittenwidrig und damit nichtig ist ein Kreditvertrag, den die TARGOBANK mit einer heute im 80. Lebensjahr stehenden, von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE vertretenen Rentnerin geschlossen hat, urteilte das Landgericht Düsseldorf. Dem wirtschaftlichen Nutzen für die Rentnerin von knapp über 4.000 Euro Kredit stehe eine auf Veranlassung der TARGOBANK eingegangene Neuverpflichtung für Schulden ihres Mitbewohners von über 26.000 Euro gegenüber. Bei dem Kreditvertrag liege, so das Landgericht, der Schädigungsvorsatz der TARGOBANK auf der Hand.

Die hässliche Kehrseite der TARGOBANK, die ihr Image sonst gerne mit Hilfsangeboten sogar für die Schuldnerberatung aufzupolieren versucht, wird nach der vom Landgericht bestätigten Meinung von STRUBE FANDEL RECHTSANWÄLTE in dem entschiedenen Fall deutlich. Das Landgericht rechnet vor, dass der Eigenbedarf der Rentnerin bei nur 16 % der Darlehenssumme lag, dagegen die durch ihre Mitverpflichtung für fremde Schulden eingegangene Begünstigung der TARGOBANK diesen Betrag jedoch um satte 612 % übersteigt. Dies ist, so das Gericht, völlig unverhältnismäßig.

Außen vor blieb bei dieser Feststellung sogar, dass die Rentnerin zu einer Restschuldversicherung veranlasst wurde, die 8.877 Euro betrug und damit die doppelte Höhe des eigenen Kreditbedarfs der Kundin ausmachte.

Warum kam es zu dem Kredit? Die Kundin der TARGOBANK hatte einen geringen Kreditbedarf für die Unterstützung ihrer behinderten Tochter. Die TARGOBANK war bereit, diesen zu erfüllen und legte ihr einen Kreditvertrag vor, bei dem es vor allem um eins ging: sie sollte die Schulden ihres Mitbewohners bei der TARGOBANK mit übernehmen, der dort mit einem kurz vorher unterschriebenen Kredit von 27.000 Euro in der Kreide stand, den er aus seinem pfändungsfreien Einkommen bediente. Pfändbar ist bei ihm nichts und die TARGOBANK geht deshalb bis heute nicht gegen den Hauptschuldner vor. Jedoch verfügte die Rentnerin über eine Rente von 1.350 Euro und die TARGOBANK hoffte offenbar, sich bei Ausfall der Zahlungsbereitschaft des Hauptschuldners für dessen Schulden wenigsten an dieser kleinen Rente bedienen zu können.

Es ist ein Stück aus dem Tollhaus, wie die TARGOBANK den Umschuldungskredit dann gestaltete. Zunächst wurde in diesen eine Restschuldversicherung von 8.877 Euro eingesetzt, die mitfinanziert werden musste. Dann schlug die Bank vor, einen kleinen Autokredit der Rentnerin von 2.800 Euro abzulösen (die Ablösung scheiterte, weil die TARGOBANK die gesetzliche Kündigungsfrist des Autokredits sehenden Auges missachtet hatte). Weitere 2.150 Euro aus dem Kredit flossen auf Vorschlag der Mitarbeiterin der TARGOBANK auf ein neues, für die Rentnerin eröffnetes Sparbuch mit einer vom Gericht festgestellten Verzinsung von 0,5 % (für diesen kreditierten Sparbetrag wurden im Gegenzug 11,99 % Kreditzinsen fällig). Wirklich ein absoluter Bank-Superrat. Unter dem Strich stand schließlich der Rente von 1.351 Euro eine Kreditbelastung von monatlich 666 Euro gegenüber.

Warum macht ein Mensch dies nur, fragen gutbesoldete Richter oft, wenn sie in der Stille ihrer Büros solch groteske Geschichten aus dem Bankinnenleben zu lesen bekommen? Das Gespräch mit der Bank dauerte nach Erinnerung der Rentnerin drei Stunden und sie sei als Diabetikerin völlig unterzuckert gewesen und habe die Tragweite und Bedeutung ihrer Unterschriften nicht mehr erfasst - was die TARGOBANK natürlich nicht bemerkt haben will.

Unabhängig davon wird die Rentnerin dieses Gerichtsverfahren, mit dem die TARGOBANK sie überzieht, durch alle Instanzen durchfechten. Und geht es denn doch noch wider Erwarten beim Oberlandesgericht oder beim Bundesgerichtshof schief? Dann wird sie gerne auf die von der TARGOBANK finanzierte Schuldenhelpline einer bekannten Schuldnerberatungsstelle zurückgreifen und sich zur Privatinsolvenz beraten lassen.

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